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18.09: Atomkraft: Schluss jetzt - Großdemo in Berlin

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18. September 2010 0 Kommentare

Am Samstag erlebte die Bundeshauptstadt eine der größten Anti-Atom-Demonstrationen,
die es seit langem gegeben hat. Ziel der Demonstranten war es, ein machtvolles Signal
gegen die Atom-Politik der schwarz-gelben Regierung zu setzen. Die Anti-Atombewegung ist davon überzeugt, dass sie die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vertritt. Unter den Demonstrierenden waren sowohl „alte Kämpfer“ als auch sehr viele junge Menschen.
Gemeinsam mit mehreren 10.000 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik umzingelten auch Hankensbütteler Grüne, Sozialdemokraten und Jusos das Regierungsviertel und riefen Parolen wie "Abschalten!" und "Atomkraft? Nein Danke!". Mit Trillerpfeifen und anderen Lärminstrumenten protestierten sie gegen die Pläne der Bundesregierung, die Laufzeit der Atom-Kernkraftwerke zu verlängern. Teilnehmer Martin Rausch, SPD, merkte kritisch an: „Dass Angela Merkel und die von ihr geführte Bundesregierung von den Beschlüssen der rot-grünen Bundesregierung abweichen wollen, wurde schon mit Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung befürchtet. Die Art und Weise, wie Merkel nun aber ihre Beschlüsse durchsetzten will, ist erschreckend. Besonders das Gefühl, dass die Bundesregierung zur Marionette der Atomindustrie wird, macht uns zornig.“ Die CDU/FDP Bundesregierung wisse, so Peter Dietz von den Grünen, dass sie gegen die gesellschaftliche Mehrheit handele und erneut Lobbyinteressen bediene. Deshalb habe sie auch in „Nacht und Nebel“ Geheimverträge mit den Industriebossen abgeschlossen“ und wolle den Bundesrat bei der Gesetzgebung umgehen.
Schon am 23. Oktober und am 6. November wird es angesichts der bevorstehenden Castortransporte zu erneuten Protesten kommen, an denen mit Sicherheit auch wieder Demonstranten aus dem Landkreis Gifhorn teilnehmen werden. Das Anti-Atom-Bündnis befürchtet nämlich, dass die Bundesregierung hinsichtlich der Endlagerfrage in Gorleben Fakten schaffen will und das Wendland zur Atommülldeponie für ganz Deutschland machen wolle. Die Organisatoren vertreten die Auffassung, dass die Interessen der kommenden Generationen sehr viel stärker bewertet werden müssten als die „Profitgier der Stromgiganten“. Eine sichere Endlagerung des Atommülls könne niemand garantieren und werde es wohl auch nie geben. Deshalb rufen sie zu weiteren Protesten auf.

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